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Das defragmentierte Leben wieder zusammen setzen

Lebensmedizin für bewusstes Leben Bodensee
Herausgegeben von in Empowerment ·
Tags: BurnoutErschöpfungLebenstraumaDepression
Wenn dein Leben auseinander gebrochen ist
Manchmal tragen spezifische Lebensereignisse dazu bei, dass das eigene Leben komplett auseinander bricht. Je nachdem wie die einzelne Person im Leben verwurzelt ist und wie hoch ihre Kohärenz ist, desto umfangreicher kann ein "Lebenstrauma" ausfallen. Wer mit einer starken Resilienz beschenkt ist, dem können schwierige Lebensumstände weniger anhaben, wie jemand, der schon oft oder immer mit überwältigenden Lebenssituationen umgehen musste.
Ein Lebenstrauma kann ein Unfall sein, ein Schock wie zum Beispiel der Tod eines nahen Menschen, ein einschneidendes Ereignis wie ein Jobverlust, oder Krieg oder Terror, die direkt oder indirekt erlebt wurden.  

Lebenskatastrophen haben eines gemeinsam, sie werfen den Betroffenen komplett aus der Bahn. Anfangs werden betroffene Menschen kaum selbst wahrnehmen, was passiert ist. Erste Anzeichen eines Lebenstraumas können zum Beispiel sein, dass im Job nicht mehr die Leistung wie gefordert erbracht werden kann, dass die Beziehung auseinander bricht, weil man als Partner nicht mehr zur Verfügung stehen kann oder es kann sein, dass ein sozialer Abstieg erfolgt, den Verlust des sozialen Umfeldes und mehr.

Betroffene erleben diese Defragmentierung des Lebens Stück für Stück oder komplett. Eine komplette Defragmentierung beinhaltet den kompletten Stillstand eines "normalen" Lebens. Es ist der Rückzug in einen möglichst sicheren Raum. Zuweilen ziehen sich solche Menschen komplett von der Umwelt zurück, leben zurück gezogen, in Stille und Einzeltümer-Sein. Einzelne Menschen werden dir sagen, dass es ihnen wohl ist mit dieser Art zu leben, dass sie Ruhe und Rückzug schätzen. Andere werden davon erzählen, dass ihnen die Welt zu laut ist oder dass die Menschen sie nicht verstehen. Der Unterschied von den Menschen, die wirklich gerne alleine und rückgezogen leben zu denen, die ein Lebenstrauma erlebt haben ist der, dass diejenigen, die kein Trauma erlebt haben glücklich sind. Das Strahlen in ihren Augen lässt erkennen, wie wohl sie mit ihrer Situation sind. Die defragmentierten Lebenstrauma-Menschen haben ein Schatten in den Augen, ein dunkler Nebel in ihrer Aura und eine Sehnsucht nach Licht und Erlösung.

Natürlich ist es legitim und zuweilen sogar heilsam alleine in Ruhe und für sich zu leben. Unbewusst weiss der Mensch genau was ihm guttut und ihn in eine heilsamere Umgebung bringt. Und bewusst wird jede Anstrengung sich wieder in ein normales Leben zu integrieren scheitern, da nicht die nötige Resilienz aufgebracht werden kann, um im normalen Leben zu funktionieren.

Leider sind Betroffene oft mit Schuld- und Schamgefühlen für ihre Situation behaftet und nicht mit der heilsamen Energie für die notwendige Selbstheilung. Die Gesellschaft übt Druck auf diese Menschen aus. Man wird gezwungen sich wieder in die Arbeitswelt einzufügen, und wenn man den sozialen Aspekten nicht folgen kann, erfolgt ein Ausschluss aus den sozialen Kontakten. Das Ergebnis von diesen Lebenstrauma-Menschen ist dann, dass sie sich ihr Leben so einrichten, dass es zumindest für sie selbst funktioniert. Das Lebensspektrum wird auf die Weise reduziert, auf das der betroffene Mensch es noch handeln kann. Manchmal führt dies sogar zur Obdachlosigkeit oder zum Aufenthalt in einer psychischen Institution. Oft sprechen defragmentierte Lebenstrauma-Menschen nicht mit anderen oder suchen sich Hilfe, weil in sich gar keine Option einer Hilfestellung gefunden werden kann. Man fühlt sich ohmächtig, erstarrt oder gelähmt um einen rettenden Anker finden und in Anspruch nehmen zu können. Und so bleibt die Lebensniveau auf einem tiefen Energiestand bestehen.

Wenn das Leben defragmentiert ist, dann sind alle Aspekte, die ein gesundes Leben begründen aufgehoben. In sich hat eine Orientierungslosigkeit stattgefunden, haltlos, wurzellos. Die Betroffenen sind heimatlos, können kaum den normalen Tag bewältigen und haben keine Lebensperspektive mehr.


Also was kann jemand, der in dieser Wolke von Nichts lebt helfen, wieder den Weg in Leben und Lebendigkeit zu finden
Wer total deframentiert ist, dem nutzen Hilfestellungen von wegen Gespräche führen, Ziele anvisieren und umsetzen, Mentaltraining etc. herzlich wenig, denn das übersensitive Individuum reagiert auf die kleinsten Feinheit. Es katapultiert sich sofort wieder aus einer strukturierten Lebensfolge, da diese Position lebensbedrohlich für diese Menschen ist.

Aus meiner Sicht gibt es nur eine hilfreiche Lösung für solche Menschen. Es müssen solange und so behutsam Ressourcen aufgebaut werden, bis der Mensch einen Hauch von bereit ist sich aus sich wieder zusammen zu fügen. Manchmal bedeutet dies, dass man jahrelang einfach "dahinsiecht" und den Moment zu bewältigen. Wer jedoch etwas bewusst im Lebensspiel ist wird sich in seiner Lebensbewegung beobachten und das herauskristallisieren, was ihm ein Hauch von Kraft und Energie verleiht. Die Bewegung ist ein Grad zwischen Absturz und weiter gehen. Und zu Anfangs werden die Abstürze wohl dem Weitergehen überwiegen. Mit der Zeit jedoch fangen die Betroffenen an so etwas wie leise Freude, Erhellung oder Energie zu spüren. Es gilt also, diese Freude zu erweitern und dabei kann nichts angestossen oder forciert werden. Nein, die Bewegung selbst generiert das Tempo, denn jegliches Anschupsen wird von den Betroffenen wieder als Überwältigung und somit als Rückzug empfunden. In diesem Abschnitt kann einer betroffenen Person einfach nur beigestanden werden. Sanft ohne Forderungen, einfach mit liebender Aufmerksamkeit, offenem Ohr und vor allem einer liebenden Präsenz. Dies fördert das Vertrauen in die eigene Person und Handeln der Trauma geläuterten Personen.

Wenn wieder soviel Energie in solchen Individuen aufgebaut worden ist, dass sie wieder Lebensorientierung erhalten haben, kann mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden. Jetzt können die defragmentierten Teile wieder zurück geholt werden. Dies kann in behutsamen Traumabewältigungsprozess durchgeführt werden beispielsweise oder noch leichter, in Energiearbeit, die im Feld arbeitet. So wird der Betroffene nur indirekt bewusst kontaktiert, die Defragmentierung erfolgt jedoch im Feld und wirkt sich dann sanft auf die betroffenen Menschen aus. Wer als Lebenstrauma-Mensch also solche Energiearbeit in Betracht zieht, der achte bitte darauf, dass er mit jemandem zusammenarbeitet, der sehr behutsam arbeitet und sich nur mit Energien im reinen Bewusstsein bewegt. - Lebenstrauma-Menschen sind sehr feinfühlig und haben ein sehr feines Gespür für Ja oder Nein. Wer sich also an eine Therapeutin heranwagt, der horche gut in sich hinein. Ich empfehle gerne Betroffenen zwei grosse Smileys auszudrucken und an die Therapie mit zu nehmen. Manchmal könnnen Worte nicht ausgesprochen werden oder ein unangenehmes Gefühl nicht angesprochen werden. Jedoch ist es meist möglich während einer Session einen Smileys aufzuhalten. Die Smiley können sein ein JA, ein NEIN oder ein STOPP. Therapeuten lade ich ein, diese einfachen Hilfsmittel dem Klienten bei einer Therapiesitzung zu überreichen. Dann ist es für den Betroffenen zweimal in Ordnung, Stopp oder Nein zu sagen. - Wenn das Nervensystem bemerkt, dass auf seine Bedürfnisse geachtet wird, dann schafft dies Vertrauen in das Nervensystem und ganzes Sein des Betroffenen. Normale in sich verwurzelte Menschen mit einer hohen Resilienz, was vor allem gute Therapeuten ausmacht, schaffen so einen sicheren Raum für defragmentierte Menschen. Vertrauen in das Leben steht an oberster Stelle. Manchmal werden Therapeuten ungeduldig, weil offensichtlich nichts passiert mit dem Klienten. Hier gilt es sanft und behutsam zu bleiben und auf die leichteste Entspannung des Klienten wie ausatmen, ein Lächeln, aufsteigende Hitze und Energiebewegung zu achten.

Wer als Betroffener eine Therapie als zu unsicher und angstvoll bezeichnet und somit noch keine Möglichkeit erlebt, eine solche wahrzunehmen, der möge anfangen gut für sich zu sorgen. Einfach den freudegeneriereden Lebensteilen mehr Aufmerksamkeit schenken und den zurückhaltenden Lebensteilen Wertschätzung zukommen lassen. Mehr nicht. Auch empfehle ich den Lebenstrauma-Menschen sich viel Zeit in der Natur zu schenken. An ruhigen Gewässern sitzen, an fliessenden Gewässer verweilen oder in heilsamer Natur baden, ohne weiteres Zutun. Einfach nur sein mit dem was ist und was dem Heilsuchenden gut tut. Keine Meditation, keine Heilung anfordern, einfach gar nichts. Nur mit dem Wohltuenden sein, was das jeweilige Element schenkt. In einem weiteren Schritt kann dann die eigene Bewegung dazu genommen werden. Leichtes Spazieren, leichte Hand- und Armbewegungen bringen gestockte Lebensenergie auf ganz sanfte Weise wieder in Fluss. Und ja, wer erstarrt im Lebensgefüge ist, der erlebt oft eine dramatische Angst, wenn sich blockierte Lebensenergie befreit. Hier kann das mehr an Energie nicht gehandelt werden. Das Ergebnis ist dann, dass sie der Traumatisierte Lebensmensch wieder in die Erstarrung zurück bewegt. Das Motto heisst also immer "weniger ist mehr". Nach kleinen Bewegungseinheiten schauen, wie man sich fühlt, schauen was das Erlebte mit sich und dem Körper macht und wie damit umgegangen werden kann. Immer steht an erster Stelle, dem Nervensystem Raum zur sanften Entladung zu geben und vor allem Vertrauen in das Mehr von befreiter Lebensenergie.

Sanfte Lebensschritte
Mit der Zeit können die ersten Lebensschritte unternommen werden. Und jetzt gilt erst recht gut auf sich und sein Bauchgefühl zu hören. Egal was andere denken oder meinen was gut für den defragmentierten Lebensmenschen ist, bei den ersten eigenen Lebensschritten gilt es jetzt ganz besonders auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Koste es was es wollte könnte man sagen. Ja, oft sind die Einbussen im Leben im Moment des Rückzuges gravierend und gross. Auf lange Sicht jedoch sehr heilsam und lebensverändernd. Wer diese ersten kleinen Lebensprüfungen für sich selbst zu gehen gelernt hat, der kann anfangen neue Ziele zu visualisieren und anzupeilen. Und dies im Fokus, dass nur das Ziel entscheident ist und jegliche vermeidlichen Rückschläge keine Bedeutung haben. Wer zielorientiert arbeitet, der sieht Rückschläge als Chance schneller und vollkommener ans Ziel zu kommen. Wer Rückschläge als Scheitern sieht, der wird weiter scheitern und schliesslich energielos und erschöpft zusammen brechen in dem Bewusstseins eines Loosers und Versagers. Dabei wäre es nur förderlich gewesen, weiter den eingeschlagenen Weg zu gehen. Also nicht hören, was andere denken gut für einem ist, was man machen müsste um erfolgreicher zu sein oder welcher Weg einzuschlagen ist. Nein, nur auf das innere Gefühl horchen und gehen, Schritt für Schritt indem Tempo, was für einem selbst machbar und förderlich ist. Alles andere ist Beilage. Und ja klar, wenn gewünscht ein Coach, ein Berater, ein Therapeut oder sonstigen Lebenshelfer zu Rate ziehen um seine Ziele zu erreichen, um etwas Glückswind von aussen zu erhalten. Das hilft, wenn dabei die eigenen Bedürfnisse an oberster Stelle stehen. Das wichtigste ist jedoch ein Bewusstsein für das eigene Tun und Sein zu öffnen. Eine Defragmentierung ist vor allem entstanden, weil nicht auf die eigenen Bedürfnisse gehört wurde, man seine Macht nach Aussen abgegeben hat oder aufgrund einer augenscheinlichen Liebesbeziehung, sei es zu Mutter, Partner oder auch Arbeitgeber beispielsweise sich in seinem Wesen ein Stück weit aufgegeben hat. Innerlich führte dies zu einem energetischen Gegendruck. Dieser wurde dann in einem Unfall oder sonstigen spektakulären Lebensereignis entladen. Und dies führte zu der Defragmentierung. Werden die einezelnen Lebensstücke nun wieder in kleinen Portionen zusammen gesetzt, kann das Geschenk darin ein erhöhtes Bewusstsein sein. Dafür ist es hilfreich die durchlebenden Heilprozesse aus einer erweiterten Perspektive zu beobachten und wenn möglich die darin enthaltenen Ängste zu transformieren.

Ängste können am leichtesten behoben, respektive in Vertrauen gewandelt werden, wenn man Kontakt mit der Angst aufnimmt. Dies geht am leichtesten, wenn man sich bewusst wird, wo im Körper die Angst behaftet ist und dann in die entsprechende Körperregion mit Fokus auf das Energiefeld Angst sanft geatmet wird. Solange bis sich Entspannung einstellt. So können ohne die usprüngliche Geschichte zu kennen angstvolle Energien leicht gewandelt werden. Zudem führt dieser Umgang mit sich selbst zu mehr Präsenz und Bewusstsein und inneren Frieden. Ein Weg, der sehr erstrebenswert ist, wie ich finde.












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